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Endometriose – eine Volkskrankheit?!
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Unter Endometriose versteht man die Absiedelung von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle, z.B. an der Innenseite der Bauchwand, auf den Eierstöcken oder als Auflagerungen auf dem Bauchfell. Es handelt sich hierbei um eine sehr häufige Erkrankung, von der in Mitteleuropa etwa 10% aller Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter betroffen sind.
Die typischen Symptome des Krankheitsbildes sind:
· Bauchschmerzen,
· schmerzhafte Regelblutung,
· Schmerzen beim Geschlechtsverkehr,
· Blutungsstörungen,
· Unfruchtbarkeit.
Auch wenn diese typischen Symptome oftmals bereits den Verdacht auf eine Endometriose nahe legen, so gehört nach wie vor die Bauchspiegelung mit Gewebeentnahme zu den sichersten Methoden, um eindeutig das Vorliegen einer Endometriose nachweisen zu können.
Durch die Bauchspiegelung lassen sich Endometrioseherde meist recht eindeutig identifizieren, sie stellen sich typischerweise als bläulich-schimmernde Auflagerungen im Bauchinnenraum dar. Durch eine Gewebeentnahme und eine mikroskopische Untersuchung lässt sich dann eindeutig nachweisen, dass es sich um Gebärmutterschleimhaut handelt. Die Anzahl der Endometrioseherde steht nicht unbedingt in einem direkten Zusammenhang mit der Ausprägung der Beschwerden, so gibt es Frauen, die sehr ausgeprägte Symptome zeigen, aber nur wenige Endometrioseherde aufweisen, in anderen Fällen zeigt sich bei der Bauchspiegelung – oftmals als Zufallsbefund – ein sehr ausgeprägter Befund mit vielen Endometrioseherden, aber die Patientin hat kaum oder gar keine Beschwerden.
Das Ausmaß der Endometriose lässt sich nach der Klassifikation der Amerikanischen Gesellschaft für Sterilitätstherapie von Grad I (sehr leichte Endometriose) bis Grad IV (sehr ausgedehnter Befund) einteilen.
Die Behandlung der Endometriose stellt den Arzt immer wieder vor erhebliche Herausforderungen. Wenn eine Endometriose im Rahmen der Bauchspiegelung erkannt wird, bemüht man sich meist, alle vorhandenen Endometrioseherde chirurgisch zu entfernen, d.h., die bläulich-schimmernden Auflagerungen werden während der Bauchspiegelung entweder verödet oder herausgeschnitten. Oftmals haben Endometrioseherde bereits im Bauchraum für Verwachsungen und Narben gesorgt, die dann ebenso operativ gelöst werden können.
Man weiß inzwischen, dass – wenn keine medikamentöse Therapie durchgeführt wird – die Endometriose eine erhebliche Tendenz zum Rezidiv aufweist, das bedeutet, dass teilweise bereits kurz nach dem Eingriff erneut Endometrioseherde entstehen. Aus diesem Grund bemüht man sich seit vielen Jahren, eine wirksame medikamentöse Behandlung zu entwickeln, die die Neuentstehung der Endometriose-herde verhindert oder die sogar bestehende Endometrioseherde zur Rückbildung bringt.
In den vergangenen Jahrzehnten wurden insbesondere Medikamente eingesetzt, die den natürlichen Monatszyklus unterdrücken und die damit auch zur Verödung von Endometriosegewebe führen. Diese Behandlungen haben allerdings den Nachteil, dass es unter diesen Medikamenten nicht möglich ist, schwanger zu werden. Damit befindet man sich in einem Dilemma, denn viele Patientinnen, die unter Endometriose leiden, möchten gleichzeitig eine erfolgreiche Behandlung ihrer Symptome, aber auch eine Schwangerschaft erzielen. Daher dauert die Suche nach Medikamenten an, die eine deutliche Linderung der Symptomatik der Endometriose erreichen, gleichzeitig aber auch den Eintritt einer Schwangerschaft ermöglichen. Hier gibt es nun in den letzten Jahren neue Entwicklungen.
So ist es inzwischen gelungen, einen sogenannten Aromatase-Hemmer zu entwickeln, der auf lokaler Ebene die Hormonproduktion von Endometrioseherden blockiert und damit das weitere Wachstum stoppt. In den allgemeinen Hormonhaushalt greift dieser Aromatase-Hemmer allerdings nicht ein, so dass es unter einer solchen Therapie auch zur Schwangerschaft kommen könnte. Darüber hinaus werden inzwischen Immunmodulatoren eingesetzt, die gleichzeitig eine Linderung der Beschwerdesymptomatik erreichen und unter denen es auch zur Schwangerschaft kommen kann. Diese neuen Medikamente befinden sich noch in der Erprobungsphase und sind derzeit noch nicht für den klinischen Alltag verfügbar.
Das Entscheidende bei der Behandlung der Endometriose besteht in einem interdisziplinären Ansatz, d.h., in einer Kombination aus chirurgischer und medikamentöser Therapie. Auf diese Weise kann für die meisten Patientinnen eine deutliche Verbesserung der Beschwerden erzielt und gleichzeitig der Wunsch nach einem eigenen Kind erfüllt werden.
Ein solches Therapiekonzept lässt sich am ehesten in Kompetenzzentren umsetzen. Am PAN-Institut für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin arbeiten daher chirurgisch tätige Frauenärzte sehr eng mit den Spezialisten für die Hormontherapie zusammen. In einzelnen Fällen werden auch die in unserem Team tätigen Psychologen in die Behandlung eingebunden. So wird für jede einzelne Patientin ein individuelles Behandlungskonzept erstellt, in dem die erforderlichen Maßnahmen sehr genau abgestimmt werden. Patientinnen, die eine Endometriose haben oder bei denen diese Erkrankung vermutet wird, können sich gezielt zu diesem Krankheitsbild beraten lassen. Eine Terminvereinbarung ist jederzeit unter der Telefonnummer 0221/2776 202 möglich.
Prof. Dr. C. Keck
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PAN Prevention Center |
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Gemeinsam mit den unterschiedlich an der PAN Klinik tätigen Fachbereichen ermöglichen wir Ihnen eine altersabhängige und personalisierte Diagnostik frühzeitiger Krankheitsveränderungen. In der Präventionsmedizin erfahrene Ärzte unterstützen Sie dabei in der Frühtherapie. Dies schließt u. a. die psychosomatische Betreuung, Bewegungstherapien und die Ernährungstherapie (med. Kochschule) mit ein.
Mehr dazu unter: www.pan-prevention.de |
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Telefon 0221-2776-100
Fax 0221-2776-611
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Konzessionierung gem. § 30 Gewerbeordnung |
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Die PAN Klinik am Neumarkt hat mit Datum 16.04.1999 die Konzession zum Betreiben einer privaten Klinik erhalten. |
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