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Wiederholte Fehlgeburten – Tragödie für Körper und Seele !
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Einführung:

Kommt es – bei einem Paar dreimal hintereinander zur Fehlgeburt bis zur 20. Schwangerschaftswoche so spricht man von „wiederholten Fehlgeburten“ bzw. im Fachjargon: „Habituellen Aborten“. Eine solche Situation kommt etwa 0.5-2% aller Schwangerschaften vor, das heißt von 200 Frauen erleiden zwischen 1-4 Frauen dieses Schicksal.
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Ursachen für wiederholte Fehlgeburten:

Die Paare, die sich in unserer Spezialsprechstunde vorstellen, möchten natürlich wissen, wie es zu diesen wiederholten Fehlgeburten kommt. Daher bieten wir gezielte Untersuchungsmethoden an, um der Ursache auf die Schliche zu kommen. Oft findet man dann Störungen in folgenden Bereichen:

- genetische Ursachen (Veränderungen der Chromosomen)
- immunologische Ursachen („Abstoßungsreaktionen“)
- Störungen des Blutgerinnung
- Anatomische Ursachen (z.B. angeborene Fehlbildungen der Gebärmutter etc.)

Entgegen der Meinung vieler Laien, sind hormonelle Ursachen oder rein psychische Ursachen als Gründe für wiederholte Fehlgeburten eher unwahrscheinlich.
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Diagnostik

Um die oben genannten Ursachen zu erkennen, kann man zunächst durch gezielten Ultraschall und eine Gebärmutterspiegelung Veränderungen der inneren Genitalorgane ausschließen.
Genetische und immunologische Faktoren bzw. Störungen der Blutgerinnung lassen sich durch gezielte Blutuntersuchungen erkennen. Besonders hilfreich ist es auch, wenn im Zusammenhang mit einer der Fehlgeburten Zellen (z.B. nach der Ausschabung) nicht nur mikroskopisch, sondern auch genetisch untersucht wurden. Daher sollten betroffene Paare darauf achten, dass eine solche Untersuchungen veranlasst wird – spätestens wenn z.B. beim 2. oder 3. Mal in Folge eine Ausschabung geplant wird.
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Behandlungsmöglichkeiten bei wiederholten Fehlgeburten:

In etwa der Hälfte der Fälle lässt sich auch durch die oben genannten Untersuchungen keine eindeutige Ursache der Fehlgeburten finden, dann hat man natürlich auch keine gezielte Behandlungsmöglichkeit. Lassen sich jedoch eindeutig Gerinnungsstörungen oder Abstoßungsreaktionen nachweisen, dann gilt es als gesichert, dass eine Behandlung mit gerinnungshemmenden Mitteln (Heparin +/- Aspirin) die Fehlgeburtenrate senkt. Ebenso wissen wir, dass bei einem nachgewiesenen „echten“ Hormonmangel z.B. für das Gelbkörperhormon Progesteron die medikamentöse Gabe von Progesteron zu einer Erhöhung der Geburtenrate führt.

Ob operative Verfahren bei Veränderungen der inneren Geschlechtsorgane zu einer Verbesserung der Schwangerschafts-Chancen führen, hängt sehr davon ab, welche Veränderung vorliegt. Das kann nur von Fall zu Fall entschieden werden.

Es ist nachvollziehbar, dass es bei genetischen Störungen keine echten Behandlungsmöglichkeiten gibt, denn die genetische Veranlagung des Paares lässt sich natürlich nicht ändern.

In einigen Fällen können dann bestimmte reproduktionsmedizinische Methoden wie die Polkörperbiopsie weiterhelfen. Hierbei handelt es sich um ein recht aufwendiges Verfahren, das wir für ganz bestimmte Störungen z.B. des mütterlichen Chromosomensatzes anwenden, um dann Embryonen in die Gebärmutter einzusetzen, die nicht von dieser Veränderung/Störung betroffen sind. In den allermeisten Fällen findet man jedoch auch in der Polkörperdiagnostik keine Auffälligkeiten, so dass diese Methode nur für wenige Paare in Frage kommt.

In den letzten Jahren wurden immer wieder wissenschaftliche Studien veröffentlicht, die den Einfluss ganz unterschiedlicher Kombinationen von Medikamenten (Gerinnungshemmer/Immunmodulatoren/Vitamine/Aspirin etc. etc.) auf den Schwangerschaftsverlauf bei wiederholten Fehlgeburten untersucht haben. Die Ergebnisse solcher Studien sind sehr widersprüchlich: mal lässt sich ein Effekt zeigen, dann wieder nicht. Der Nutzen dieser Medikamente ist fraglich, daher sollte man solche Kombinationstherapien nicht ungezielt anwenden.
Viele Paare lassen auch so genannte „Immunbehandlungen“ durchführen, bei denen entweder hochdosierte Immunfaktoren gespritzt werden, eine „Immunisierung“ gegen Zellen des Partners herbeigeführt wird oder aber das Immunsystem z.B. durch Gabe von Leukonorm® stimuliert werden soll. Von allen drei Methoden raten wir dringend ab, denn es fehlt bisher jeglicher Nachweis, dass sie irgendeinen positiven Effekt haben, es sind jedoch Nebenwirkungen von Infektionen, über allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock beschrieben worden.
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Zusammenfassung:

Paare mit wiederholten Fehlgeburten sollten sich zur Behandlung in spezialisierte Zentren begeben. Dort wird zunächst nach den Ursachen für die Fehlgeburten gesucht und anschließend eine möglichst zielgerichtete Therapie angeboten. Auch in den Fällen, in denen der Grund für die Fehlgeburten nicht gefunden werden kann, bzw. keine ursächliche Behandlung angeboten werden kann, stehen an diesen Zentren Spezialisten bereit, die sowohl fachlichen als auch psychologische Unterstützung anbieten, um den Paaren doch noch zu ihrem Wunsch nach einem eigenen Kind zu verhelfen.
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Betroffene Paare können sich zur spezifischen Beratung jederzeit in unserer Sprechstunde anmelden:
Telefon: 0221 2776 200

PAN- Institut für gynäkologische Endokrinologie
und Reproduktionsmedizin
Telefon : 0221 2776 229
Fax : 0221 2776 611
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