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Was ist Navigations-Chirurgie?
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Die Orientierung zu wahren, ist ein wichtiger Aspekt im Leben – und dies nicht nur mit dem Auto.

Auch in der Chirurgie nimmt die Navigationstechnik eine immer größere Rolle ein.
Erste Schritte bezüglich der Navigationschirurgie machte im Jahr 1908 der amerikanische Erfinder Horsley Clarke. Er zeigte, zunächst anhand von Tierexperimenten, wie man sich mit 3D im Gehirn orientieren kann. Seitdem etablierte sich der Begriff „Stereotaxie“ – genaue Lokalisation. Am Menschen wurden erste Operationen im Jahr 1918 durchgeführt.
Entwickelt wurden Systeme für die Navigationschirurgie, wie so häufig, für die US Army.
1994 war es dann soweit: die erste Generation der Navigationsgeräte für die Chirurgie wurde vorgestellt.
In der Neurochirurgie wurde das erste optische Navigationsgerät eingesetzt. Die rasante Entwicklung der Endoskopie und der Technik eröffnet dem Operateur nun immer neue Möglichkeiten. So kann er sich bei anatomischen Variationen optimal minimal invasiv und sicher für den Patienten im „Situs“, dem zu operierenden Bereich, orientieren.
Vor dem operativen Eingriff erstellt der Chirurg eine „Lagekarte“ in seinem Kopf . Dies sind visuelle Informationen, die sich anhand von Erfahrungen und anatomischen Merkmalen, die er mit medizinischen Geräten misst, zusammensetzen.
Die Lagebestimmung ist während der OP ist in manchen Situationen jedoch sehr schwierig und stösst an seine Grenzen.
Jeder weitere Schritt kann Risiken für den Patienten bedeuten. Um diese zu vermeiden, sind Navigationsgeräte von größtem Vorteil.
Während des Eingriffes zeigt das Navigationsgerät mit Hilfe der 3D-Karte, wo sich das Instrument im Inneren des Körpers befindet.
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Weitere Vorteile:
  
1. Visuelle Darstellung der anatomischen Strukturen
2. Planung von minimal invasiven Zugängen und ihre Visualisierung
3. Verkürzung der OP-Zeitensichere Kontrolle während der OP
5. Minimierung des Risikos für den Patienten
6. Lückenlose Dokumentation
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Die in der HNO eingesetzte Navigation hat eine Präzision von bis zu 0,2 mm und ist resistent gegen Störungen.
Ein wichtiger Bestandteil des Gerätes ist das Shaver-System mit einem rotierenden Messer, welches in einer Schutzhülse steckt. Nach Einführung in die Nasenhaupthöhle wird das kranke, polypose Gewebe angesaugt und durch das Messer innerhalb der Hülse abgetrennt. Dann wird es zerkleinert und abgesaugt. Dabei ist der Shaver in der Lage, kranker von normaler Schleimhaut zu unterscheiden. Letztere haften am Knochen und können nicht verletzt werden.
Kleine Blutungen werden durch die Hitzeentwicklung gestillt.

Die Navigationschirurgie ist somit ein gezieltes und sicheres Verfahren in der Medizin, besonders in schwierigen Situationen. Sie minimiert das Risiko für Perforationen der Schädelbasis und gleichzeitig die Dauer der Rekonvaleszensphase.
Wichtiger Aspekt: Die neuesten Studien weisen weniger Revisionsoperationen auf.

Hier geht es zum Interview mit Herrn Dr. med. habil. Zenev zum Thema Ohrmikrochirurgie...

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Dr. med. habil. Emil Zenev
Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

in Kooperation mit
Dr. med. Fahri Yildiz
Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
Anästhesist