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MicroDose Mammography wird immer genauer
Früherkennung von Brustkrebs mit geringster Strahlenbelastung
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In Deutschland ist der Brustkrebs mit etwa 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung der Frauen. Immer noch aber liegt die relative 5-Jahres-Überlebensrate in Deutschland niedriger als beispielsweise in Schweden oder Frankreich. Fachleute machen dafür unter anderem die dort bessere, flächendeckende Früherkennung verantwortlich. Neuartige Technologien wie die „MicroDose Mammography“ können dabei helfen, die Mammographie mit geringster Strahlenbelastung bei höchstmöglicher Erkennungsrate durchzuführen. Die Kölner Radiologen Dr. Judith Scherer-Berg und Carlheinz Proemper vom Medizinischen Versorgungszentrum Köln-Neumarkt können diese zukunftsweisende Technik bereits jetzt anbieten.
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Warum eigentlich Mammographie? Gibt es keine anderen aussagekräftigen Untersuchungen?

Dr. Carlheinz Proemper:
Die immer noch hohe Sterblichkeit zeigt, wie wichtig eine möglichst frühe Erkennung auch kleinster Tumoren ist. Zum Vergleich: Beim Abtasten der Brust werden meist Veränderungen wahrgenommen, die deutlich größer als ein bis zwei Zentimeter sind. Das ist aber keine Früherkennung. Die Mammographie bietet derzeit die Möglichkeit, Veränderungen unter 10 mm Durchmesser und Microkalzifikationen – das sind kleinste Kalkablagerungen im Gewebe, welche ein Früherkennungszeichen von Brustkrebs sein können – sicher zu diagnostizieren. Aber es geht nicht nur um die Überlebenschance allein, sondern auch um die Lebensqualität. Je früher ein Tumor erkannt werden kann, desto weniger radikale und damit belastende Therapien können zum Einsatz kommen. Bei einer echten Früherkennung ist immer eine brusterhaltende Operation möglich.
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Kann die Mammographie nicht selbst auch eine Belastung darstellen?

Dr. Judith Scherer-Berg:
Das ist richtig – deshalb wurde sie auch in der Vergangenheit in größeren Abständen durchgeführt, als eigentlich wünschenswert wäre. Auch heute noch sieht die Richtlinie zur Brustkrebs-Vorsorge eine Mammographie in zweijährigem Abstand vor. Wenn alle infrage kommenden Frauen eine solche Mammographie auch durchführen lassen, können damit viele zusätzliche Erkrankungen frühzeitig erkannt werden. Dennoch fordern amerikanische Spezialisten eine Mammographie-Untersuchung im Abstand von einem Jahr, weil die Erfahrung gezeigt hat, dass man so einen großen Teil der innerhalb des Untersuchungsintervalls neu auftretenden Tumoren erkennen kann. Je engmaschiger die Untersuchungen aber sind, desto größer ist die Strahlenbelastung. Mit der MicroDose Mammography ist es jetzt aber möglich, öfter und trotzdem mit weniger Strahlenbelastung zu untersuchen. Zusätzlich werden im MVZ Köln-Neumarkt bereist vorhandene, auf herkömmlichem Röntgenfilm produzierte Voraufnahmen kostenlos digitalisiert, sodass ein Vergleich mit früheren Untersuchungen in gleicher Technik erfolgen kann.
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Auflösung und Qualität des gelieferten Bildes sind bei der MicroDose Mammography der neuesten Generation nochmals besser als früher. Woran liegt das?

Carlheinz Proemper:
Der weiter entwickelte digitale Detektor des von uns eingesetzten Sectra L30 bietet tatsächlich eine bislang nicht da gewesene Bildqualität. Jedes einzelne von der Kathode emittierte Photon wird gezählt und zur Berechnung der individuellen Pixelwerte herangezogen, aus denen das am Monitor ausgegebene Bild berechnet wird. Dieses liefert ein Bild praktisch ohne Artefakte, die üblicherweise eine Befundung erschweren. Die Auflösung ist dabei rund doppelt so hoch wie die des menschlichen Auges. Gleichzeitig erreicht die digitale Technik eine hervorragende Weichteilauflösung, die fast an die der Computertomographie (CT) heranreicht. Mit einer viel geringeren Strahlendosis als früher wird so ein wesentlich aussagekräftigeres Bild erzeugt. Außerdem muss insbesondere z. B. bei Risikopatientinnen, die regelmäßig in kurzen Abständen mammographiert werden, die reduzierte kumulierte Strahlenbelastung über die gesamte Lebensdauer hinweg berücksichtigt werden. Darüber hinaus bietet der Sectra L30 auch wesentlich mehr Komfort. Der vollautomatische, in einem weiten Bereich höhenverstellbare Detektortisch erlaubt eine deutlich bessere Positionierung der Brust. Durch die geschwungene Schale und die weiche Auflagefläche wird die Kompression der Brust bei der Untersuchung als deutlich angenehmer empfunden.
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Wie sieht es mit den Kosten aus? Bezahlen alle Krankenkassen dieses innovative Verfahren?

Dr. Judith Scherer-Berg:
Bislang ist die Microdose Mammography keine Kassenleistung. Private Krankenversicherer erstatten jedoch die Untersuchung. Wir bieten aber in unserem Zentrum das Verfahren für interessierte Patientinnen auch als Selbstzahlerleitung an, berechnen dann aber nach der Gebührenordnung nur den 1,3-fachen Satz (93,44 € bzw. mit Ultraschall 121,47 €) nach GOÄ. Damit eröffnen wir zusätzlich einer großen Gruppe der für diese Untersuchung infrage kommenden Frauen zumindest die Möglichkeit, die Untersuchung als Wahlleistung zu erhalten.
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Wir danken Ihnen für das Interview!


Sollten Sie nähere Informationen wünschen, wenden Sie sich gern an das MVZ Köln-Neumarkt.


Tel: 0221-2776-500
Fax: 0221-2776-501


Hier geht es direkt zum...
...MVZ Neumarkt GmbH
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Informationen zum übergeordneten Brustkrebs-Zentrum in Köln

Microdose Mammography – der einzigartige Photonenzähler beim Sectra L30
Die patentierte Photon-counting-Technologie nutzt das Phänomen, dass sich Röntgenstrahlung quantenphysikalisch als Fluss kleinster Elementarteilchen (in diesem Fall Photonen) beschreiben lässt. Der Detektor erfasst und zählt jedes einzelne Photon direkt und arbeitet damit systembedingt rein digital. Konvertierungsschritte über Szintillatoren o.ä. entfallen ersatzlos und damit auch der Einfluss zusätzlicher Störquellen, welche die Bildqualität negativ beeinflussen könnten. Aber das ist noch nicht alles: Durch die hohe Geschwindigkeit des Detektors kann es darüber hinaus nicht zu Geisterbildern kommen; auch „tote Pixel“, die Mikroverkalkungen maskieren könnten, kennt das System nicht. Neben dem Geschwindigkeitsvorteil ergibt sich so eine extrem hohe Sicherheit in der Befundung für den Radiologen.
Die Mammographie ist zurzeit die einzige für die Erkennung von Brustkrebsvorstufen oder frühen Tumorstadien allgemein als wirksam anerkannte Methode. Das Zentrum für digitale MicroDose Mammography im MVZ Köln-Neumarkt ist integriert in die Senologie (Brustheilkunde)/Brustchirurgie der PAN-Klinik. Es bildet in diesem Zusammenwirken einen übergeordneten Versorgungsschwerpunkt für Brustkrebserkrankungen. Bis zum Stadium T2 können alle notwendigen Untersuchungen und Eingriffe dort unter einem Dach koordiniert und durchgeführt werden.

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PAN Prevention Center  
Gemeinsam mit den unterschiedlich an der PAN Klinik tätigen Fachbereichen ermöglichen wir Ihnen eine altersabhängige und personalisierte Diagnostik frühzeitiger Krankheitsveränderungen. In der Präventionsmedizin erfahrene Ärzte unterstützen Sie dabei in der Frühtherapie. Dies schließt u. a. die psychosomatische Betreuung, Bewegungstherapien und die Ernährungstherapie (med. Kochschule) mit ein.

Mehr dazu unter: www.pan-prevention.de
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Thema des Monats:  
Eröffnung des PAN Prevention Centers
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Unsere nächste Veranstaltung:  
Weitere Termine sind wieder ab September 2010 - im neu umgebauten Konferenzraumbereich geplant.
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Praxis für HNO - erstes Zentrum für Navigations-Chirurgie in NRW - Innovation für Hals-Nasen-Ohren OPs  
Seit November 2009 besteht in der PAN die Möglichkeit, sich von Herrn Dr. Zenev im Bereich der Navigationschirurgie operieren zu lassen. Bisher einzigartig in NRW...

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Wir feiern Geburtstag!
10 Jahre PAN Klinik am Neumarkt  
Die PAN Klinik am Neumarkt wurde im April 2009 10 Jahre alt.
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Artikel im Gesundheitsjournal der KSTA zum 10-jährigen Jubiläum, März 2009
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Konzessionierung gem. § 30 Gewerbeordnung  
Die PAN Klinik am Neumarkt hat mit Datum 16.04.1999 die Konzession zum Betreiben einer privaten Klinik erhalten.
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