Interview mit Herrn Dr. Ziolko über Behandlungsverfahren bei Schultererkrankungen
Schulterprobleme und Bewegungsstörungen gehören zu den häufigsten orthopädischen Problemen. Jeder vierte leidet im Laufe seines Lebens an behandlungsbedürftigen Schulterschmerzen.
Der Grund für das häufige Auftreten von Schultererkrankungen liegt in der Flexibilität. Im Unterschied zum Hüftgelenk ist das Schultergelenk frei beweglich und wird nicht von einer Gelenkpfanne ummantelt. Dieser vermehrte Bewegungsumfang erhöht allerdings auch die Verletzungsanfälligkeit und die Neigung zur Instabilität. Dadurch ist ein gutes Zusammenspiel der beteiligten Muskeln, Sehnen und Bänder umso wichtiger.
Anlässlich der Häufigkeit dieses Krankheitsbildes und der Komplexität dieser Gelenkstrukturen, freuen wir uns, dass uns der erfahrene Orthopäde, Dr. R. Ziolko, Behandlungen, die in seiner Praxis behandelt werden, kurz vorstellt.
Welche Erkrankungen behandeln Sie in Ihrer Praxis?
Wir behandeln degenerative Erkrankungen, chronische Überlastungsschäden sowie akute Verletzungen und Sportverletzungen. Insbesondere führen wir alle modernen Behandlungsmethoden durch.
Behandlungsmethoden? Was kann man sich darunter genau vorstellen?
Zunächst einmal die konservative Behandlung, zu dieser zählen Akupunktur, Physiotherapie, Stoßwellentherapie und Magnetfeldbehandlungen. Zum anderen führen wir operative Behandlungen durch, überwiegend atroskopisch minimal-invasiv Verfahren. Bei diesem Verfahren treten weniger Verletzungen auf, es ist weniger risikoreich und weniger schmerzhaft, zudem findet eine schnellere Rehabilitation statt.
Können Sie uns einige Krankheitsbilder nennen, die Sie in Ihrer Praxis behandeln?
Zunächst kann zwischen degenerativen Erkrankungen und akuten Verletzungen unterschieden werden. Degenerative Erkrankungen sind u.a. das subakromiale Schmerzsyndrom, die Kalkschulter und das Bizepssehnensyndrom, Kapselentzündung der Schulter, Arthrose im Schulterhaupt- oder eckgelenk sowie die Rotatorenmanschettenruptur. Akute Verletzungen hingegen sind Schulterinstabilitäten, Schulterverrenkungen, Sprengung des Schultereckgelenks und die Rotatorenmanschettenruptur.
Wir behandeln degenerative Erkrankungen, chronische Überlastungsschäden sowie akute Verletzungen und Sportverletzungen. Insbesondere führen wir alle modernen Behandlungsmethoden durch.
Behandlungsmethoden? Was kann man sich darunter genau vorstellen?
Zunächst einmal die konservative Behandlung, zu dieser zählen Akupunktur, Physiotherapie, Stoßwellentherapie und Magnetfeldbehandlungen. Zum anderen führen wir operative Behandlungen durch, überwiegend atroskopisch minimal-invasiv Verfahren. Bei diesem Verfahren treten weniger Verletzungen auf, es ist weniger risikoreich und weniger schmerzhaft, zudem findet eine schnellere Rehabilitation statt.
Können Sie uns einige Krankheitsbilder nennen, die Sie in Ihrer Praxis behandeln?
Zunächst kann zwischen degenerativen Erkrankungen und akuten Verletzungen unterschieden werden. Degenerative Erkrankungen sind u.a. das subakromiale Schmerzsyndrom, die Kalkschulter und das Bizepssehnensyndrom, Kapselentzündung der Schulter, Arthrose im Schulterhaupt- oder eckgelenk sowie die Rotatorenmanschettenruptur. Akute Verletzungen hingegen sind Schulterinstabilitäten, Schulterverrenkungen, Sprengung des Schultereckgelenks und die Rotatorenmanschettenruptur.
Rotatorenmanschettenruptur? Was kann man sich darunter vorstellen?
Bei der Rotatorenmanschette handelt es sich um eine Gruppe von vier Muskeln und ihren Sehen, die das Dach des Schultergelenks bilden und mit dessen Hilfe die Schulter angehoben wird. Bei einer Ruptur kommt es zu einem Riss einer dieser Sehnen. Hier muss unterschieden werden, ob es sich um eine verschleißbedingte oder unfallbedingte Erkrankung handelt, da die Behandlungsmöglichkeiten dementsprechend variieren. Bei einer verschleißbedingten Erkrankung oder einer Teilruptur genügt eine konservative Therapie sowie Physiotherapie. Jeder zweite Siebzigjährige leidet an dieser Ruptur. Bei einer unfallbedingten Verletzung hingegen wird operativ behandelt in dem die Sehne genäht oder refixiert wird, nach einer Operation muss die Schulter vier bis sechs Wochen ruhig gestellt werden. Seit letztem Jahr gibt es eine neue Operationsmethode, die Doppelreihenfixierung. Bei dieser werden neuwertige Nahtmaterialien und neue Fixationsmöglichkeiten verwendet, die zu einer wesentlichen Erleichterung führen. Die Nähte werden seitdem nicht mehr einfach, sondern doppelt vernäht, dies erzeugt mehr Stabilität und Halt. Neben einem Ultraschall wird zur Diagnostik ein Kernspin durchgeführt.
Bei der Rotatorenmanschette handelt es sich um eine Gruppe von vier Muskeln und ihren Sehen, die das Dach des Schultergelenks bilden und mit dessen Hilfe die Schulter angehoben wird. Bei einer Ruptur kommt es zu einem Riss einer dieser Sehnen. Hier muss unterschieden werden, ob es sich um eine verschleißbedingte oder unfallbedingte Erkrankung handelt, da die Behandlungsmöglichkeiten dementsprechend variieren. Bei einer verschleißbedingten Erkrankung oder einer Teilruptur genügt eine konservative Therapie sowie Physiotherapie. Jeder zweite Siebzigjährige leidet an dieser Ruptur. Bei einer unfallbedingten Verletzung hingegen wird operativ behandelt in dem die Sehne genäht oder refixiert wird, nach einer Operation muss die Schulter vier bis sechs Wochen ruhig gestellt werden. Seit letztem Jahr gibt es eine neue Operationsmethode, die Doppelreihenfixierung. Bei dieser werden neuwertige Nahtmaterialien und neue Fixationsmöglichkeiten verwendet, die zu einer wesentlichen Erleichterung führen. Die Nähte werden seitdem nicht mehr einfach, sondern doppelt vernäht, dies erzeugt mehr Stabilität und Halt. Neben einem Ultraschall wird zur Diagnostik ein Kernspin durchgeführt.
Zudem haben Sie das subakromiale Schmerzsyndrom als degenerative Erkrankung aufgezählt. Können Sie darüber kurz etwas erzählen?
Diese werden auch Impingement- oder Engpasssyndrom genannt und bezeichnen eine Funktionsbeeinträchtigung der Gelenkbeweglichkeit, meist bedingt durch eine Degeneration oder Einklemmung von Kapsel oder Sehnenstrukturen. Dies verursacht Sehnen- und Schleimbeutelentzündungen. Es handelt sich um einen belastungsabhängigen Schulterschmerz, der beim Anheben von Gegenständen, bei Wurfbewegungen oder als nächtlicher Schmerz auftritt. Um eine umfangreiche Diagnose stellen zu können müssen Röntgenspezialaufnahmen (Outlet-Aufnahmen) gemacht werden, die die Enge und Form des Schulterdaches abbilden können sowie eine Ultraschallaufnahme. Um Begleitverletzungen ausschließen zu können, kann zusätzlich ein MRT angefertigt werden. Das subakromiale Schmerzsyndrom kann zunächst konservativ behandelt werden, wenn nach sechs Monaten keine Linderung der Schmerzen merkbar ist, muss eine athroskopische Operation mit Erweiterung des Schulterdaches durchgeführt werden.
Warum wird eine Unterscheidung zwischen Arthrose im Schulterhaupt- oder eckgelenk getroffen?
Da die Behandlungsmethoden sich unterscheiden. Bei einer Arthrose im Schulterhauptgelenk kann sowohl konservativ als auch operativ behandelt werden, bei einer operativen Behandlung kann eine Mikrofraktorierung helfen oder Knorpelersatz angezüchtet und anschließend eingesetzt werden. Im Schultereckgelenk, auch AC-Gelenk genannt, wird operativ eine Abschleißung vorgenommen oder es findet eine athroskopische Teilentfernung statt.
Zudem haben Sie die Kalkschulter und die Kapselentzündung aufgeführt.
Diese beiden Erkrankungen werden zunächst konservativ behandelt, bei der Kalkschulter allerdings abhängig von der Größe der Kalkeinlagerungen. Bei einer Kalkschulter kommt es zu Kalkeinlagerungen nach chronischen Entzündungen der Sehne. Behandelbar durch Injektionen, Physiotherapie sowie insbesondere Stoßwellentherapie bzw. Operation.
Operative Behandlungen, werden diese eher ambulant oder stationär durchgeführt?
Sowohl als auch. Fast alle Operationen können ambulant als auch stationär durchgeführt werden, abhängig von Mobilität und Begleiterkrankungen des Patienten. Bei einem stationären Aufenthalt beträgt die durchschnittliche Verweildauer ca. zwei bis drei Tage.
Diese werden auch Impingement- oder Engpasssyndrom genannt und bezeichnen eine Funktionsbeeinträchtigung der Gelenkbeweglichkeit, meist bedingt durch eine Degeneration oder Einklemmung von Kapsel oder Sehnenstrukturen. Dies verursacht Sehnen- und Schleimbeutelentzündungen. Es handelt sich um einen belastungsabhängigen Schulterschmerz, der beim Anheben von Gegenständen, bei Wurfbewegungen oder als nächtlicher Schmerz auftritt. Um eine umfangreiche Diagnose stellen zu können müssen Röntgenspezialaufnahmen (Outlet-Aufnahmen) gemacht werden, die die Enge und Form des Schulterdaches abbilden können sowie eine Ultraschallaufnahme. Um Begleitverletzungen ausschließen zu können, kann zusätzlich ein MRT angefertigt werden. Das subakromiale Schmerzsyndrom kann zunächst konservativ behandelt werden, wenn nach sechs Monaten keine Linderung der Schmerzen merkbar ist, muss eine athroskopische Operation mit Erweiterung des Schulterdaches durchgeführt werden.
Warum wird eine Unterscheidung zwischen Arthrose im Schulterhaupt- oder eckgelenk getroffen?
Da die Behandlungsmethoden sich unterscheiden. Bei einer Arthrose im Schulterhauptgelenk kann sowohl konservativ als auch operativ behandelt werden, bei einer operativen Behandlung kann eine Mikrofraktorierung helfen oder Knorpelersatz angezüchtet und anschließend eingesetzt werden. Im Schultereckgelenk, auch AC-Gelenk genannt, wird operativ eine Abschleißung vorgenommen oder es findet eine athroskopische Teilentfernung statt.
Zudem haben Sie die Kalkschulter und die Kapselentzündung aufgeführt.
Diese beiden Erkrankungen werden zunächst konservativ behandelt, bei der Kalkschulter allerdings abhängig von der Größe der Kalkeinlagerungen. Bei einer Kalkschulter kommt es zu Kalkeinlagerungen nach chronischen Entzündungen der Sehne. Behandelbar durch Injektionen, Physiotherapie sowie insbesondere Stoßwellentherapie bzw. Operation.
Operative Behandlungen, werden diese eher ambulant oder stationär durchgeführt?
Sowohl als auch. Fast alle Operationen können ambulant als auch stationär durchgeführt werden, abhängig von Mobilität und Begleiterkrankungen des Patienten. Bei einem stationären Aufenthalt beträgt die durchschnittliche Verweildauer ca. zwei bis drei Tage.
Treten Schultererkrankungen denn häufiger bei Erwachsenen oder bei Kindern auf?
In der Regel treten Schulterverletzungen häufiger bei Erwachsenen auf, vor allem degenerative Verschleißerkrankungen. Schulterinstabilitäten hingegen können auch bei Kindern und Jugendlichen auftreten, vor allem nach Unfällen. Diese müssen oft operativ behandelt werden.
In der Regel treten Schulterverletzungen häufiger bei Erwachsenen auf, vor allem degenerative Verschleißerkrankungen. Schulterinstabilitäten hingegen können auch bei Kindern und Jugendlichen auftreten, vor allem nach Unfällen. Diese müssen oft operativ behandelt werden.
Die PAN Klinik am Neumarkt bedankt sich herzlich bei Herrn Dr. R. Ziolko für dieses ausführliche Interview.
Dr. med. Rudolf Ziolko
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
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