Minimalinvasive Therapieverfahren in der Gefäßchirurgie –
Katheter statt Messer
Interview mit Dr. med. Stefan Schulte
Gefäßerkrankungen werden in ihrer Bedeutung für die allgemeine Gesundheit oft weit unterschätzt. Sie sind die Todesursache Nr. 1 in Deutschland. Jeder Fünfte über 65 Jahre leidet an einer arteriellen Verschlusskrankheit. Die Hauptursache für diese Krankheit der Schlagadern (Arterien) ist die Arteriosklerose (Arterienverkalkung).
Die meisten dieser Durchblutungsstörungen entwickeln sich auf der Basis eines multifaktoriellen Geschehens. Vor allem zu hoher Blutdruck, Fettstoffwechselstörungen, eine Zuckerkrankheit (Diabetes,) eine familiäre Vorbelastung und ganz besonders auch das Rauchen begünstigt die Entstehung und das Fortschreiten einer Gefäßerkrankung.
Die meisten dieser Durchblutungsstörungen entwickeln sich auf der Basis eines multifaktoriellen Geschehens. Vor allem zu hoher Blutdruck, Fettstoffwechselstörungen, eine Zuckerkrankheit (Diabetes,) eine familiäre Vorbelastung und ganz besonders auch das Rauchen begünstigt die Entstehung und das Fortschreiten einer Gefäßerkrankung.
„Unsere Aufgabe sehen wir darin, Patienten mit dem Risiko für Gefäßerkrankungen vor ernsthaften Durchblutungsstörungen zu bewahren und natürlich vor allem darin, ihnen eine optimale Behandlung zu gewährleisten, wenn sie an Durchblutungsstörungen leiden“, betont der Gefäßspezialist Dr. Stefan Schulte.
Minimalinvasive Verfahren sind heute ein fester Bestandteil in der Behandlung gefäßmedizinischer Erkrankungen. Entscheidende Vorteile dieser Methoden sind - verglichen mit den klassischen Operationstechniken - das nur geringe Trauma (häufig genügt eine Punktion des Gefäßes) und die daraus resultierende schnelle Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität des Patienten. Dank moderner Katheterverfahren können große gefäßchirurgische Operationen heute oft vermieden werden.
Feinarbeit innerhalb des Gefäßes
„Hierfür erhält der Patient eine örtliche Betäubung. Dann führen wir über die Leistenschlagader einen dünnen Katheter in die von der Verengung betroffene Gefäßregion ein. Sobald die verengte Stelle erreicht ist, kann diese mit einem kleinen Ballon aufgedehnt werden. Um einen möglichst guten Langzeiterfolg zu sichern, wird dann in der Regel eine Gefäßstütze (Stent) in dem Gefäß platziert. So kann ein erneuter Gefäßverschluss an dieser Stelle vermieden werden“, erläutert Dr. Stefan Schulte das Verfahren.
Stents werden bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt
Häufigstes Einsatzgebiet sind arterielle Verschlusskrankheiten wie z.B. Durchblutungsstörungen der Beine (Raucherbein, Schaufensterkrankheit), welche immer noch den häufigsten Grund für Amputationen darstellen. „Mit den uns zur Verfügung stehenden neuen Techniken kann dies glücklicherweise häufig vermieden werden“, erklärt Dr. Schulte.
Auch bei Ablagerungen im Bereich der Halsschlagadern kommen die Stents zur Vermeidung eines Schlaganfalls zum Einsatz.
Gefürchtetes Aneurysma
Eine andere, nicht minder gefährliche Erkrankung ist die krankhafte Erweiterung eines Gefäßes (Aneurysma). Häufig ist die Bauchschlagader betroffen. Sie verliert ihre Elastizität, wodurch die Gefahr eines Risses in der Gefäßwand besteht. „Ab einem Querdurchmesser von fünf Zentimetern muss eine Behandlung des Aneurysmas erfolgen. Der Einsatz einer individuell ausgemessenen und speziell angefertigten Stentprothese hat auch hier wieder den Vorteil, dass eine Operation mit Eröffnung der Bauchdecke nicht notwendig ist“, so Dr. Stefan Schulte.
Aufgrund der vielen Vorteile für die Patienten sind minimalinvasive, endovaskuläre Techniken aus der Gefäßchirurgie nicht mehr wegzudenken. Neben der schnelleren Wundheilung, häufig ist eine Punktion des Gefäßes ausreichend, spricht die schnellere Wiederherstellung von Leistungsfähigkeit und Lebensqualität für sich.
Minimalinvasive Verfahren sind heute ein fester Bestandteil in der Behandlung gefäßmedizinischer Erkrankungen. Entscheidende Vorteile dieser Methoden sind - verglichen mit den klassischen Operationstechniken - das nur geringe Trauma (häufig genügt eine Punktion des Gefäßes) und die daraus resultierende schnelle Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität des Patienten. Dank moderner Katheterverfahren können große gefäßchirurgische Operationen heute oft vermieden werden.
Feinarbeit innerhalb des Gefäßes
„Hierfür erhält der Patient eine örtliche Betäubung. Dann führen wir über die Leistenschlagader einen dünnen Katheter in die von der Verengung betroffene Gefäßregion ein. Sobald die verengte Stelle erreicht ist, kann diese mit einem kleinen Ballon aufgedehnt werden. Um einen möglichst guten Langzeiterfolg zu sichern, wird dann in der Regel eine Gefäßstütze (Stent) in dem Gefäß platziert. So kann ein erneuter Gefäßverschluss an dieser Stelle vermieden werden“, erläutert Dr. Stefan Schulte das Verfahren.
Stents werden bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt
Häufigstes Einsatzgebiet sind arterielle Verschlusskrankheiten wie z.B. Durchblutungsstörungen der Beine (Raucherbein, Schaufensterkrankheit), welche immer noch den häufigsten Grund für Amputationen darstellen. „Mit den uns zur Verfügung stehenden neuen Techniken kann dies glücklicherweise häufig vermieden werden“, erklärt Dr. Schulte.
Auch bei Ablagerungen im Bereich der Halsschlagadern kommen die Stents zur Vermeidung eines Schlaganfalls zum Einsatz.
Gefürchtetes Aneurysma
Eine andere, nicht minder gefährliche Erkrankung ist die krankhafte Erweiterung eines Gefäßes (Aneurysma). Häufig ist die Bauchschlagader betroffen. Sie verliert ihre Elastizität, wodurch die Gefahr eines Risses in der Gefäßwand besteht. „Ab einem Querdurchmesser von fünf Zentimetern muss eine Behandlung des Aneurysmas erfolgen. Der Einsatz einer individuell ausgemessenen und speziell angefertigten Stentprothese hat auch hier wieder den Vorteil, dass eine Operation mit Eröffnung der Bauchdecke nicht notwendig ist“, so Dr. Stefan Schulte.
Aufgrund der vielen Vorteile für die Patienten sind minimalinvasive, endovaskuläre Techniken aus der Gefäßchirurgie nicht mehr wegzudenken. Neben der schnelleren Wundheilung, häufig ist eine Punktion des Gefäßes ausreichend, spricht die schnellere Wiederherstellung von Leistungsfähigkeit und Lebensqualität für sich.
Der Schwerpunkt der Arbeit Dr. Stefan Schulte liegt in der Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen. Dr. Schulte ist darüber hinaus Vorstandsmitglied der Deutschen Gefäßliga e.V. Der Verband hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung über Gefäßerkrankungen als Todesursache Nr. 1 in Deutschland aufzuklären und Früherkennung und Vorsorge entsprechend zu fördern.

Dr. med. Stefan Schulte

Dr. med. Stefan Schulte
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