Narkoseverfahren / Betäubungsverfahren

Alle bis hierhin aufgeführten Operationsverfahren lassen sich in allgemeiner (Vollnarkose) oder in örtliche Betäubung durchführen. Dies wird nach medizinischen Gesichtspunkten, Komfortüberlegungen und Wunsch des Patienten entschieden. Nur die kindlichen Operationsverfahren müssen immer in allgemeiner Betäubung (Vollnarkose) durchgeführt werden. Auch Patienten mit schweren Begleitkrankheiten, bei denen ein erhöhtes Narkoserisiko besteht, können in örtlicher Betäubung am Leistenbruch operiert werden.

Laparoskopische Operation

TAPP
Bei der laparoskopischen Hernienoperation ist die Implantation eines Kunststoff-Netzes notwendig. In Vollnarkose wird während einer Bauchhöhlenspiegelung die Bruchlücke unter dem Bauchfell aufgesucht und mit einem Kunststoff-Netz verschlossen. Prinzipiell ist auch eine beidseitige Operation in einer Sitzung möglich. Diese Operation ist nur in Vollnarkose möglich. Da das Verfahren innerhalb der Bauchhöhle stattfindet steigt das Risiko für Komplikationen und neue Brüche, die Ergebnisse sind ansonsten vergleichbar mit den offenen Methoden.

TEP
Bei dieser ebenfalls über eine Video-Endoskopie gesteuerten Operation wird der Defekt in der Bauchdecke mit einem großen Kunststoffnetz verschlossen, ohne die Bauchhöhle zu eröffnen. Auch diese Operation ist nur in Vollnarkose möglich. Hierbei wird die größte Wundfläche aller Operationsverfahren geschaffen, die Ergebnisse sind ansonsten vergleichbar mit den offenen Methoden.

Schenkelbruch
Der Defekt kann über einen Zugang oberhalb oder unterhalb des Leistenbandes verschlossen werden. Normalerweise ist eine Operation mit körpereigenem Gewebe ausreichend. In Einzelfällen kann auch hier die Verstärkung der Bauchdecke mit künstlichem Material notwendig sein. Hier kann dann auch laparoskopisch, d.h. über eine Bauchhöhlenspiegelung vorgegangen werden.

Risiken und unerwünschte Folgen der Leistenbruchoperation

Komplikationen sind bei Leistenbruchoperationen selten: Wiederholungsbruch: unter 5%; dauerhafte Nervenstörungen: unter 2%; Wundinfekte: unter 1%; Hodenschädigung: unter 1%; Thrombose und Embolie: unter 1%; Medikamentennebenwirkung und allergische Reaktionen: unter 1%; Blasenentleerungsstörungen bei örtlicher Betäubung 0,1%.
Bei den endoskopischen Verfahren gibt es aufgrund der vorliegenden wissenschaftlichen Daten mehr und schwerere Komplikationen, ohne dass es wesentliche Vorteile für den Patienten gibt.

20 Fachgebiete unter einem Dach

Kontakt

Hernienzentrum Köln
Zeppelinstr. 1
50667 Köln / Neumarkt-Galerie
Tel: 0221/2776-431
info@hernienzentrumkoeln.de
www.hernienzentrumkoeln.de


Praxisräume: PAN-Praxisklinik, 3. OG
Der Gründer des Hernienzentrums Köln, Dr. Michael Schweins, ist überraschend und viel zu früh verstorben. Die weitere Betreuung der Patienten erfolgt zunächst durch die langjährige Mitarbeiterin des Hernienzentrums Frau Dr. Isabell Wieber, die als Fachärztin für Chirurgie ebenfalls langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Hernienchirurgie besitzt.

Ihr Arzt

Dr. med. Michael Schweins
Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie, Sportmedizin und Rehabilitationsmedizin

Dr. med. Isabell Wieber
Angestellte Fachärztin für Chirurgie und Proktologie

Sprechzeiten/Termine

Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag
von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Montag, Dienstag, Donnerstag
von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

und nach Vereinbarung.
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