Willkommen in Ihrer PAN Klinik

Die PAN Klinik ist eine Privatklinik - und trotzdem ISO 9001:2008 zertifiziert

Interview mit Geschäftsführer Eugen Spitkowski

Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Zertifizierung! Als Privatklinik sind Sie ja nicht verpflichtet, sich zertifizieren zu lassen. Wieso haben Sie sich dieser Prüfung trotzdem unterzogen?

Eugen Spitkowski: Wir haben uns zertifizieren lassen, da wir davon überzeugt sind, dass wir mit Hilfe eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001:2008 die Qualität unserer Arbeit auch in Zukunft systematisch weiter erhöhen können. Letztlich kommt dies der Sicherheit und dem Wohle der Patienten zugute. Außerdem möchten wir hiermit auch für unsere Belegärzte und die Kostenträger ein Zeichen setzen, dass die PAN Klinik auch in Zukunft der kompetente Partner für höchste Qualitätsansprüche darstellt. Hiervon erhoffen wir uns zugegebenermaßen selbstverständlich auch den wirtschaftlichen Fortbestand der Klinik.
Die erste Privatklinik in Köln mit Zertifikat nach DIN ISO 9001:2008

Aber ist dies nicht auch ohne ein Qualitätssiegel möglich? Was haben Ihre Patienten davon?

Eugen Spitkowski: Selbstverständlich geht dies auch ohne Qualitätssiegel – und bisher konnten wir unseren Patienten ja auch ohne Zertifizierung beweisen, dass die PAN vom Service- und Leistungsspektrum stark nach oben abweicht. Mit der Einführung des Qualitätsmanagementsystems nach DIN ISO 9001:2008 verpflichten sich jedoch alle Mitarbeiter, vom Empfangspersonal bis zum Management, sich nach festgelegten Regeln und Richtlinien zu verhalten und dies durch gegenseitige interne Kontrollmechanismen nachzuweisen. Das Bestreben, besser zu werden, wird damit systematisiert und für alle einfacher.

Wie sehen diese Kontrollmechanismen aus?

Eugen Spitkowski: Als Geschäftsführer habe ich mich mit der Einführung des QM-Systems – neben vielen anderen Verantwortungsbereichen - z. B. unter anderem verpflichtet, künftig bestimmte Mittel und Ressourcen für Schulungsmaßnahmen zur Verfügung stellen. Jeder Mitarbeiter wird ab sofort in einen individuellen, seinen Bedürfnissen entsprechenden Schulungsplan eingebunden, damit er auch künftig die immer komplexer werdenden Aufgaben bewältigen kann. Meine Mitarbeiter können und sollen dies ab sofort jederzeit prüfen und ggf. einfordern können, falls Plan und Realität voneinander abweichen. Hier sorgt ein QM-System für mehr Transparenz und kooperativer Mitbestimmung.

Umgekehrt verpflichtet sich jeder Mitarbeiter, jeden seiner Arbeitsprozesse zu dokumentieren, einer ständigen Verbesserung zu unterziehen und entsprechend danach zu handeln. Er kann sein Tun jederzeit in unserem Handbuch nachlesen. Fehlerquellen werden somit zukünftig weitgehend vermieden.

All das wird ständig intern „kontrolliert“, was im Fachjargon „Audit“ heißt. Ein OP-Mitarbeiter auditiert beispielsweise den Umgang mit Medikamenten auf der Bettenstation, die Stationsschwester auditiert dafür einen Arbeitsablauf der Verwaltung, die Verwaltungsmitarbeiterin inspiziert z. B. den Prozess der Beschaffung für die OP-Abteilung.
Diese Audits sind im Grunde genommen Übungen für den einmal im Jahr stattfindenden externen Audit, der bei uns von der Fa. LGA Intercert durchgeführt wird. Und künftig müssen wir alle drei Jahre unter Beweis stellen, dass wir das Siegel auch tatsächlich noch verdient haben!

Ist das nicht ein bisschen zuviel der Kontrolle? Fühlen sich die Mitarbeiter hier nicht eingeschränkt?

Eugen Spitkowski: Im Gegenteil! In vielen Gesprächen der letzten Monate mussten wir feststellen, dass die Mitarbeiter froh sind, nach allgemeingültigen Regeln zu arbeiten. Wenn heute z. B. etwas nicht glatt läuft, weiß jeder Mitarbeiter genau, wie er sich verhalten muss. Früher hing es eher vom Zufall ab, wie z. B. eine Patientenbeschwerde bearbeitet wurde.

Heute ist dies genau vorgeschrieben und inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen. Die Mitarbeiter beginnen schon bei der Aufnahme einer Beschwerde nach möglichen Lösungswegen zu suchen. Nicht zuletzt lernt jeder Bereich, auch über den Tellerrand hinwegzusehen und wird Ratgeber für andere, obwohl er rein fachlich zum Teil keine Vorkenntnisse mitbringt.
Aus Geschäftsführersicht verzeichne ich bei den Mitarbeitern einen enormen Motivationsschub. Und auch ich habe in den letzten Monaten viel von meinem Mitarbeitern lernen dürfen.

Hört sich ja eigentlich alles ganz einfach an, oder?!

Eugen Spitkowski: Nun – ganz so einfach war der Prozess natürlich nicht. Sie können als Geschäftsführer und Ärztliche Leitung nicht heute vor die Mitarbeiter treten und sagen: „So, am 1. August 2007 hätten wir gern das Siegel“. Im Grunde genommen hat der Prozess fast 2 Jahre gedauert. Die Entwicklung einer Qualitätspolitik und -philosophie, mit denen sich alle Mitarbeiter identifizieren können, steht am Anfang und danach geht die Arbeit erst richtig los. Das macht man nicht nebenbei. Sie müssen selbstverständlich Ressourcen zur Verfügung stellen, wo es möglich ist. Und zum Ende hin ist es – wie bei allen Projekten – für alle ganz schön anstrengend geworden. Aber die Mühe hat sich gelohnt! Ich bin sehr stolz auf das komplette PAN Team!

Vielen Dank für das ausführliche Gespräch!

Wenn Sie mehr zum Thema Qualitätsmanagment in der PAN Klinik erfahren möchten, wenden Sie sich gern direkt an Herrn Spitkowski, den Sie telefonisch unter 0221-2776-610 oder per E-Mail an info@pan-klinik.de erreichen.
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