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Vorderes Kreuzband |
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Die Zerreißung des vorderen Kreuzbandes führt zu einer Instabilität des Gelenkes. Mit jedem Schritt zieht der Oberschenkelstreckmuskel den Unterschenkel um ca. einen Zentimeter nach vorne. Mit Erschlaffung des Muskels sinkt der Tibiakopf wieder in seine ursprüngliche Position nach hinten. Für diese abnormale Rutschbewegung ist der Knorpel des Kniegelenkes nicht geschaffen. Auch wird der in der Kniekehle liegende Anteil des Innenmeniskus mit jeder dieser Bewegungen gequetscht und im Laufe der Zeit zermürbt.
Die Folge ist ein Meniskusriss, der meist innerhalb des ersten Jahres nach der vorderen Kreuzbandzerreißung auftritt. Schmerzen oder Einklemmungen führen schließlich zur Entfernung des Innenmeniskus. Ein amerikanischer Kniespezialist sagte hierzu, dass das Fehlen des Innenmeniskus und des vorderen Kreuzbandes den Anfang vom Ende des Kniegelenkes einläuten. Da der Meniskus neben den Bändern ein weiterer Stabilisator des Kniegelenkes ist - man stelle sich ihn als Art Bremsklotz für einen Reifen vor - führt dessen Verlust zu einer Zunahme der vorderen Instabilität.
Die allmähliche Entwicklung einer Arthrose ist nicht mehr zu vermeiden, wenn das Knie nicht stabilisiert wird. Die vielgerühmte muskuläre Stabilisation durch Auftrainieren der Oberschenkelmuskulatur ist völlig überfordert. Sie kann nur in einem kleinen Umfang zu einer gewissen Kompensation der Instabilität beitragen
Mit einer neuartigen, computergesteuerten Messmethode konnten wir erstmals nachweisen, dass die Balancefähigkeit (Koordinationsvermögen) eines Beines mit instabilem Kniegelenk gegenüber einem stabilen Gelenk auch nach einem entsprechenden Balancetraining erheblich herabgesetzt ist.
Nach einer stabilisierenden Operation (Kreuzbandersatzoperation) kommt es innerhalb weniger Wochen zu einer Normalisierung der Balancefähigkeit als Ausdruck des Reaktionsvermögens der Muskulatur. Anders ausgedrückt, auch mit noch so viel muskulärer Rehabilitation bleibt ein instabiles Gelenk anfällig, vor allem für sportliche Aktivitäten (Ausnahme Schwimmen, Radfahren), und erst die Wiederherstellung des Kreuzbandes normalisiert die Gelenkmechanik und schützt vor der Entwicklung einer Arthrose. |
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Kreuzbandrekonstruktionen |
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Heute werden überwiegend körpereigene Sehnen verwandt, vorwiegend Semitendinosussehne und Gracilissehne aus der Gruppe der innengelegenen Oberschenkelbeugesehnen, gefolgt von Patellarsehne, jener Sehne zwischen Kniescheibe und Unterschenkelknochen. |
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Kniescheibenprobleme |
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Eine Vielzahl von Kniegelenkserkrankungen beschränken sich auf das Gelenk zwischen Kniescheibe und Oberschenkelrolle (Femoropatellargelenk). Die Ursachen sind vielschichtig. Besonders bei jüngeren Menschen wird der vordere Knieschmerz häufig durch eine Balancestörung zwischen der Streck- und Beugemuskulatur des Oberschenkels verursacht. Hierbei ist eine der beiden Muskelgruppen zu kurz, was durch entsprechende klinische Prüfungen nachgewiesen werden kann.
Dabei stellt sich dann auch heraus, dass im Kniegelenk selbst keine Störungen vorliegen. Ein simples Dehnen (Stretching) der verkürzten Muskelgruppen führt nach einer gewissen Zeit zur Schmerzfreiheit. Knieschmerzen die ausgelöst werden von organischen Störungen des Kniescheibengelenkes selbst sind: Schieflauf der Kniescheibe (Subluxation) bis hin zur Kniescheibenverrenkung (Luxation.)
Ursache ist entweder eine verstärkte X-Beinbildung, ein Hochstand der Kniescheibe, eine zu flache Oberschenkelrolle, wodurch die Führung der Kniescheibe vermindert wird oder ein zu schwacher Seitenbandapparat des Kniescheibenlagers.
Vermehrter Anpressdruck der Kniescheibe (Hyperkompressionssyndrom) bei Kniescheibentiefstand, Fehlanlage der Kniescheibe, Muskelverkürzungen. Hierdurch entwickelt sich ein Knorpelschaden hinter der Kniescheibe und in der Oberschenkelrolle, der schließlich zur Arthrose führen kann.
Angeborene Fehlbildungen der Kniescheibe, ihres Gleitweges oder der Beinachse (X-Bein) führen zu einer Fehlbelastung der Knorpelflächen zwischen Kniescheibe und Oberschenkelrolle und damit zu einer Knorpelerweichung. Bei diesen Patienten ist üblicherweise der Hocktest meist positiv.
Beim Hinhocken des Patienten kann der Arzt ein mehr oder weniger deutliches Knirschen hinter der Kniescheibe - nicht zu verwechseln mit einem einmaligen Knacken - hören. Spezielle Röntgenuntersuchungen lassen die Ursache genau erkennen.
Auch hier lassen sich in vielen Fällen allein mit krankengymnastischen Maßnahmen Verbesserungen des Beschwerdebildes bis hin zur Schmerzfreiheit erzielen.
Erst nach Versagen dieser konservativen Therapie sollten operative Schritte in Erwägung gezogen werden, dabei hilft oft ein arthroskopisches Glätten rauher Knorpelflächen, Abtragen von sich ablösenden Knorpellamellen und ein Ausspülen des Gelenkes.
Eine Druckentlastung der Kniescheibe mit gleichzeitiger Rezentrierung kann durch eine Spaltung des äußeren Haltebandes der Kniescheibe erreicht werden (laterales Release). Gleichzeitig werden bei diesem Eingriff die Knorpelflächen geglättet.
Stehen Störungen des Gleitverhaltens der Kniescheibe aufgrund von angeborenen Fehlbildungen im Vordergrund, so sollten diese operativ gezielt angegangen werden. Letztere Eingriffe sind in der Regel aufwendiger und erfordern einen kurzen stationären Aufenthalt. |
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Termine nach Vereinbarung |
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Telefon: 0221-2776-290
Sprechzeiten:
Mo, Mi u. Do:
9-12 und 15-17 Uhr
Fr: 9-12 Uhr |
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Ihr Ärzteteam |
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Dr. med. Rudolf Ziolko
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Dr. med. Egon F. Stricker
Facharzt für Orthopädie |
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Die PAN- Klinik gratuliert der Orthopädischen Gemeinschaftspraxis Dres. Ziolko/ Stricker zu Ihrer Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000. |
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Am 28.10.2008 wurde der Praxis das Qualitätssiegel für die Einführung eines Qualitätsmanagements ausgestellt.
Wir freuen uns mit Ihnen, sowie darüber, dass unser bereits bestehendes Qualitätsmanagement, durch die Unterstützung der Orthopädie noch weiter ausgebaut werden konnte. |
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