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Thema im November: Prostataerkrankungen
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Interview mit Dr. Berges , Facharzt für Urologie.
In der fachärztlichen Gemeinschaftspraxis der Urologen Dr. Dr. Johan Denil, Dr. Richard Berges und Dr. Sassan Nazari können sich Patienten jeder erforderlichen Untersuchung im urologischen und andrologischen Fachgebiet unterziehen.
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Herr Dr. Berges, welches ist die häufigste Prostata-Erkrankung? |
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Das ist die so genannte gutartige Prostatavergrößerung. Dies ist ein natürlicher Vorgang, denn basierend auf einem gesunden Hormonhaushalt wächst die Prostata ab dem 30. Lebensjahr bei jedem Mann langsam weiter. Bei manchen Männern kann dies zu Prostatabeschwerden führen, die der Volksmund häufig als Blasenschwäche bezeichnet. Darunter versteht man dann eine Vielzahl von Symptomen, wie beispielsweise häufiges Wasserlassen am Tage oder in der Nacht, ständiger Harndrang, Restharngefühl, langes Warten vor der Toilette bis es endlich „losgeht“, oder starkes Pressen damit es überhaupt läuft. |
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Wie viel Prozent der Männer sind davon betroffen? |
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Eine messbare Vergrößerung der Prostata lässt sich bei etwa 50 Prozent aller Männer feststellen. Rund 30 % der Männer über 50 Jahren leiden unter so ausgeprägten Beschwerden beim Wasserlassen, das eine Behandlung erforderlich wird. Dies sind in Deutschland etwa 4,5 Millionen Männer! |
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Wie behandeln sie gutartige Prostatavergrößerungen? |
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Zuerst untersuchen wir, ob es tatsächlich die Prostata ist, die diese Beschwerden verursacht. Wenn das so ist, dann kann man medikamentös oder operativ behandeln. Moderne medikamentöse Therapieverfahren erzielen in vielen Fällen eine ausreichende subjektive Linderung. Objektive Parameter wie Harnstrahlverbesserung oder Verminderung der Obstruktion (Behinderung des Blasenausgangs durch Die Prostata) werden von den bisher verfügbaren Medikamenten aber nur wenig oder überhaupt nicht gebessert. Hier können operative Maßnahmen helfen. |
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Operation (OP) heißt dann? |
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Wichtig zu wissen ist, dass die Prostata bei gutartiger Vergrößerung nie komplett entfernt wird. Sie wird vielmehr nur von innen durch die Harnröhre behandelt. Ziel ist es, das überschüssige Gewebe zu entfernen, welches den Blasenausgang (die Harnröhre) einengt. Denn durch die Prostatavergrößerung wird die Harnröhre zusammengedrückt. |
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Wie verfahren sie dabei? Gibt es Standardverfahren? |
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Ja, es gibt dazu lang bewährte Standardverfahren, wie die Hobelung der Prostata (TUR-Prostata). Diese Operation wird weltweit hunderttausendfach durchgeführt und das seit Jahrzehnten. Diese Operation hat sich im Laufe der Zeit immer mehr verbessert. Trotzdem sollte klar sein, dass eine solchen OP nur so gut ist, wie der Operateur der sie anwendet. Daneben gibt es sogenannte minimal-invasive Therapieverfahren, die das Gewebe schonender abtragen, zum Beispiel durch Laserung oder Mikrowellenenergie. Die meisten dieser Verfahren sind vom Ergebnis her nicht so gut wie die TUR-P. Aber hier gibt es ständig Verbesserungen. |
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Welche alternativen Operationsverfahren können Sie empfehlen? |
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Nun, dies hängt vom Individualfall ab. Die meisten Verfahren erfordern eine Narkose und einen stationären Aufenthalt. Hier sehe ich für unsere Patienten kaum einen Vorteil zur TUR-Prostata. Eine echte Alternative wäre lediglich eine spezielle Form der Mikrowellen-Thermotherapie. Diese kann nämlich erstens ambulant und zweitens ohne Narkose durchgeführt werden. Die Behandlungsergebnisse sind nach der Abheilung mit der TUR-Prostata vergleichbar. Der Nachteil ist allerdings, dass sich der Behandlungserfolg erst langsam einstellt (im Verlauf von ca. 6 Wochen), weil das durch Mikrowellenenergie zerstörte Gewebe erst langsam abschwillt und vom Körper abgebaut wird. Dagegen verlassen unsere Patienten nach einer TUR-Prostata bereits am 3. Tag nach der Operation die Klinik und können sofort wieder gut Wasserlassen. |
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Wer bietet diese Form der Behandlung in Köln an? |
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In Köln bietet die Behandlungskooperation des Kompetenz-Centrum Urologie e.V. (KCU) diese Therapie an. In dieser Ärztepartnerschaft sind viele niedergelassene Urologen zusammengeschlossen, die diese moderne Technik gemeinsam nutzen. Auch wir sind Teil dieser Partnerschaft.
Der Vorteil dieser Kooperation ist, dass solche Leistungen dann sehr kosteneffizient angeboten werden können und zudem alle Behandler den gleichen hohen Qualitätsanforderungen unterliegen.
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Herzlichen Glückwunsch! |
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Seit 23.04.2010 ist die Praxis für Neurologie ebenfalls nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert. Alle Kolleginnen und Kollegen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der PAN gratulieren ganz herzlich! |
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Kontakt |
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Zeppelinstr. 1
50667 Köln, Neumarkt-Galerie
Telefon 0221-2776-100
Fax 0221-2776-611
Kontakt Wegbeschreibung |
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Konzessionierung gem. § 30 Gewerbeordnung |
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Die PAN Klinik am Neumarkt hat mit Datum 16.04.1999 die Konzession zum Betreiben einer privaten Klinik erhalten. |
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