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Und was ist mit den Laserverfahren? |
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Auch wir bieten diese an, aber wie gesagt, dies kann nur in Narkose und stationär erfolgen. Einen echten Vorteil zur TUR-Prostata sehe ich daher nur im Einzelfall. |
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Kommen wir zu einer weiteren Prostataerkrankung – dem Prostatakarzinom. Welche Bedeutung hat diese Krebserkrankung? |
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Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Über 40.000 Männer werden in Deutschland jedes Jahr mit der Diagnose neu konfrontiert. Die Erkrankung tritt üblicherweise etwa ab dem 60. Lebensjahr auf. Leider zeigt die Entwicklung der letzten Jahre aber auch eine ansteigende Anzahl von Neuerkrankungen bei Männern zwischen 50 und 60 Jahren. |
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Das Prostatakarzinom lässt sich heilen? |
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Ja, die Chancen auf Heilung stehen sogar sehr gut, allerdings muss die Therapie im Frühstadium erfolgen, ein spätes Stadium ist nicht heilbar. Frühstadium bedeutet, dass der Krebs auf die Prostata begrenzt ist. Das heißt, er darf die Prostatakapsel nicht durchbrochen und auch nicht in andere Organe gestreut (metastasiert) haben, wie z.B. Lymphe oder Knochen.
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Wie kann man den Krebs erkennen? |
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Ein Frühstadium erkennt man nur durch eine regelmäßige Früherkennungsuntersuchung („Vorsorgeuntersuchung“), denn leider sendet der Körper im Frühstadium keine Warnsignale.
Eine rechtzeitige Vorsorge sollte spätestens ab dem 50. Lebensjahr erfolgen. Bei familiärer Vorbelastung, das heißt wenn Vater oder Bruder Prostatakrebs hatten, sollte bereits ab dem ab dem 45. Lebensjahr damit begonnen werden.
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Wie sieht so eine Vorsorgeuntersuchung aus? |
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Zur Untersuchung gehört in jedem Falle die Kontrolle des so genannten PSA-Wertes, welcher durch eine einfache Blutuntersuchung gemessen werden kann. Dazu kommen noch die Tastuntersuchung der Prostata und eine Ultraschallkontrolle. All dies ist nicht schmerzhaft und dauert nur wenige Minuten.
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Was genau bedeutet PSA? |
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PSA ist die Abkürzung für „Prostataspezifisches Antigen“. Hierbei handelt es sich um einen Blutwert, der aussagen kann, dass in der Prostata etwas nicht in Ordnung ist. Dadurch kann man einen möglichen Prostatakrebs bereits Jahre bevor er tastbar ist entdecken. Und das ist deshalb so wichtig, weil ein bereits tastbarer Krebs meist nicht mehr im Frühstadium ist und somit echte Heilungschancen nur noch gering sind.
Wenn man also aufgrund einer PSA-Erhöhung weitere Untersuchungen durchführt, beispielsweise eine Stanzbiopsie (Gewebeentnahme und -untersuchung), und dann Prostatakrebs nachweist, liegt fast immer ein Frühstadium vor. Dann ist der Prostatakrebs heilbar.
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Was passiert wenn ein Karzinom festgestellt wurde? |
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Bei einem Prostatakarzinom im Frühstadium stehen dem Patienten zur Heilung im Wesentlichen drei Verfahren zur Verfügung: die operative radikale Prostataentfernung, die konventionelle Bestrahlung von außen (externe Strahlentherapie) oder die so genannte Brachytherapie (innere Bestrahlung).
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Was ist denn eine „Innere Bestrahlung“? |
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Bei der Brachytherapie wird die Strahlenquelle direkt in die Prostata eingebracht. Dadurch wird eine innere Bestrahlung erreicht und die umliegenden Organe können geschont werden. Dazu werden in einer kurzen Vollnarkose mittels Ultraschallkontrolle spezielle Punktionsnadeln vom Damm her durch die Haut in die Prostata eingeführt. Über diese Nadeln kann die Strahlenquelle in die Prostata eingebracht werden. Zu diesen modernen Bestrahlungsverfahren gehört beispielsweise die bei uns angewandte “Seed-Implantation”. Bei diesem Verfahren arbeiten Urologen und Strahlentherapeuten eng zusammen. Es werden dabei winzige Strahlenquellen (Seeds = engl. Samenkörner) direkt in die Prostata eingepflanzt und verbleiben dann dort. Diese Seeds können über einen Zeitraum von drei bis vier Monaten Ihre Strahlung abgeben und die Krebszellen in der Prostata abtöten. Bei der Brachytherapie kommt es also nur in der Prostata selbst zur Zerstörung des Gewebes, nicht im umliegenden Gewebe. Daher ist diese Behandlungsmethode sehr effektiv und nebenwirkungsarm. Es ist damit heute möglich geworden, auch ohne „richtige“ OP einen Prostatakrebs zu heilen - fast ambulant, mit ganz kurzem stationären Aufenthalt. Dieses Verfahren wenden wir in der PAN-Klinik in Zusammenarbeit mit Strahlentherapeuten an.
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Was ist im Gegensatz dazu die so genannte Radikal-Operation (Prostatektomie)? |
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In den vielen Fällen wird heute noch die radikale Prostataentfernung eingesetzt. Bei diesem chirurgischen Eingriff sind in der Regel 10 bis 14 Tage Krankenhausaufenthalt und meist eine anschließende Reha-Maßnahme erforderlich. Je nach Operationstechnik und möglicher Schonung der „Erektionsnerven" kann es zu Erektionsstörungen (Impotenz) und Problemen beim Wasserhalten (Harninkontinenz) kommen.
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Für welchen Weg soll sich der Patient entscheiden? |
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Direkt vorweg: es gibt bei dieser Entscheidung nicht den einen Königsweg! Für jeden einzelnen Patienten muss individuell entschieden werden. Hierbei wird nach ausführlicher Aufklärung aller Vor- und Nachteile die Therapiemethode gemeinsam mit dem Patienten gewählt. Generell kann man aber sagen, dass der Trend dahin geht, dass die Brachytherapie immer häufiger angewendet wird. Das liegt einfach daran, dass es sich um das schonendere Verfahren handelt, aber die Heilungschancen mit der Radikaloperation vergleichbar gut sind. In den USA kommt mittlerweile bei der Behandlung des Prostata-Karzinoms überwiegend die Seed-Implantation zum Einsatz (bei über 60 Prozent der Fälle).
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Aber der wichtigste Punkt bleibt immer noch die Vorsorge? |
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Auf jeden Fall! Nur durch die Früherkennungsuntersuchung kann das Prostatakarzinom in einem heilbaren Frühstadium entdeckt werden.
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Herr Dr. Berges, bitte einen Schlusssatz |
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Zum Schluss noch so viel: Es gibt heute viele neue Behandlungsmöglichkeiten, von denen man sich aber nicht blenden lassen sollte. Wir sind Mitglieder des Kompetenz-Centrum-Urologie (KCU) im Großraum Köln und tauschen uns regelmäßig mit Fachkollegen aus. Dadurch können wir unseren Patienten stets die modernsten und - das ist besonders wichtig - auch die effektivsten Therapiemöglichkeiten anbieten.
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