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Erkrankungen der Herzkranzgefäße: Lieber Sport als Abnehmen

Gilt bei der Erkrankung der Herzkranzgefäße ein generelles Sportverbot? In einer Langzeitstudie wurden Patienten über 30 Jahre begleitet. Jetzt stehen die Ergebnisse fest.
Die Aufrechterhaltung bzw. sogar Steigerung der regelmäßigen körperlichen Aktivität ist bei Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit / KHK) durchaus wünschenswert. Diejenigen Studienteilnehmer, die über die ganze Beobachtungszeit viel Sport trieben, hatten ein um 36% geringeres Sterberisiko als diejenigen ohne regelmäßige körperliche Aktivität. Und auch diejenigen, die nur gelegentlich Sport machten, hatten ein um 19% geringeres Risiko. Das Risiko sank mit gesteigerter Aktivität.

Natürlich ist es wichtig, sich nicht zu überanstrengen und auf die geeignete körperliche Aktivität zu achten. Herz-Sport-Gruppen sind dabei beispielsweise optimal für KHK-Patienten. Es kann aber eine klare Empfehlung ausgesprochen werden, trotz oder gerade wegen der Erkrankung der Herzkranzgefäße auf regelmäßige körperliche Aktivität zu achten!
In einer großen norwegischen Studie mit über 3000 KHK-Patienten, die über einen Zeitraum von 30 Jahren beobachtet wurden, hatten Wissenschaftler die Auswirkungen von Gewichtsveränderungen sowie regelmäßiger körperlicher Aktivität auf das Sterberisiko untersucht.

Im Vergleich zur sportlichen Betätigung zeigte Gewichtsverlust bei KHK-Patienten keine positiven Auswirkungen. Im Gegenteil: bei Normalgewichtigen war eine Gewichtsreduktion von mehr als 0,1 Punkten im BMI (Body-Mass-Index; kg/m²) pro Jahr mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden, eine Gewichtszunahme sogar mit einem verringerten Sterberisiko.
Prof. Dr. C. A. Schneider
Diese Tendenz galt auch – wenn auch in geringerem Maße – für übergewichtige Patienten. Eine Gewichtszunahme wirkte sich hier allerdings nicht positiv aus.
"Dies soll keine Empfehlung sein, zuzunehmen oder nicht auf eine gesunde Ernährung zu achten, die Studienergebnisse weisen aber darauf hin, dass bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße die körperliche Aktivität und nicht in erster Linie eine Gewichtsreduktion im Fokus stehen sollte", so Kardiologe Prof. Dr. C. A. Schneider, dessen Praxis in der PAN Klinik beheimatet ist.



(CH; CAS) (Moholdt et al. J Am Coll Cardiol 2018; 71; 1094-101)
Quelle: Schneiders Gesundheitsnews / Köln
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